Linux systemctl cheat sheet

Systemd beginnt sich als Init-System unter Linux durchzusetzen. Ob man nun zu den Befürwortern von systemd gehört ode ob man lieber das gut abgehangene Init behalten möchte. Man kommt nicht das um herum sich mit den neuen Kommandos auseinanderzusetzen. Nachdem aller Anfang schwer ist und das Kommando ‘systemctl’ eine Vielzahl von Optionen unterstützt habe ich nachfolgend ein kleines Systemctl-Cheat-Sheet zusammengestellt. Es bietet einen Überblick über die wichtigsten Funktionen zur Verwaltung von Systemdiensten mit systemd.

Dienste verwalten

systemctl list-units
Listet alle aktiven Units auf. Der Parameter “list-units” ist die Standardaktion und kann auch weggelassen werden.

systemctl list-unit-files
Listet alle unit files und den Status der zugehörigen Dienste auf.

systemctl list-units --all
Listet alle Units (auch inaktive) auf.

systemctl list-units --state=failed
Listet alle Units auf, bei denen ein Fehler aufgetreten ist.

systemctl status sshd
Zeigt den Status der Unit sshd an. Eigentlich heißt die Unit für den ssh-Dienst sshd.service. Die Eingabe von sshd genügt allerdings.

systemctl enable sshd
Aktiviert die Unit sshd. Diese Unit wird zukünftig beim Systemstart automatisch gestartet. Eine Unit muss nicht aktiviert sein um über start gestartet werden zu können. Anmerkungen siehe status. Auch hier wird wie bei status ein Patternmatching ausgeführt.

systemctl disable sshd
Deaktiviert die Unit sshd. Auch hier wird wie bei status ein Patternmatching ausgeführt.

systemctl mask sshd
Maskiert die Unit sshd. Eine maskierte Unit kann nicht (auch nicht manuell) gestartet werden. Auch hier wird wie bei status ein Patternmatching ausgeführt.

systemctl unmask sshd
Hebt die maskierung der Unit sshd auf. Auch hier wird wie bei status ein Patternmatching ausgeführt.

systemctl list-dependencies
Zeigt einen Abhängigkeitsbaum für die in systemd konfigurierten Units an. Der aktuelle Status der Unit wird durch einen farbigen Punkt am Anfang der Zeile angezeigt.

Dienste starten und stoppen

systemctl start sshd
Startet die Unit sshd. Hierbei wird Patternmatching durchgeführt. Eigentlich heißt die Unit für den ssh-Dienst sshd.service. Die Eingabe von sshd genügt allerdings.

systemctl stop sshd
Stopt die Unit sshd. Weitere Anmerkungen siehe start.

systemctl reload sshd
Fordert die Unit sshd auf ihre Konfiguration neu zu laden. Weitere Anmerkungen siehe start.

systemctl restart sshd
Startet die Unit sshd neu. Weitere Anmerkungen siehe start.

systemctl show sshd
Zeigt eine Liste der Eigenschaften der Unit sshd an. Weitere Anmerkungen siehe start.

Sockets und Timer

systemctl list-sockets
Listet alle Sockets auf, welche für die Aktivierung von Diensten konfiguriert sind.

systemctl list-timers
Listet alle Timer auf, welche durch systemd ausgeführt werden.

Systemd konfiguration

systemctl daemon-reload
Läd die Konfiguration des systemd Dienstes neu.

Allgemeine Aktionen

systemctl reboot
Startet das System neu.

systemctl poweroff
Shaltet das System ab.